Betrugsverdacht in Maxhütte-Haidhof: Werkstattbesitzer soll Kfz-Versicherungen betrogen haben

Werkstattbesitzer soll Kfz-Versicherungen betrogen haben
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Die Kriminalinspektion Amberg ermittelt, denn einem Werkstattbetreiber in Maxhütte-Haidhof wird vorgeworfen, Kfz-Versicherungen mindestens 50 Mal betrogen zu haben.
Nach umfangreichen Ermittlungen ordnete die Staatsanwaltschaft nun Durchsuchungen und Sicherstellungen von mehreren Fahrzeugen an.

Ermittlungen in Maxhütte-Haidhof

Bereits seit Mitte 2016 ist die Kriminalinspektion Amberg mit umfangreichen Ermittlungen gegen einen Werkstattinhaber in Maxhütte-Haidhof beschäftigt. Ins Rollen kamen die Ermittlungen durch eine Anzeige einer Kfz-Versicherung gegen die Werkstatt. Dem Betreiber wurde vorgeworfen, Reparaturen vorgenommen und mit fingierten Rechnungen als Teilkaskoschäden abgerechnet zu haben. Dabei wurden ganz normale Kfz-Reparaturen als Unfallschäden ausgegeben. Ganze 50 Mal soll der Werkstattbetreiber dies so gehandhabt haben.
Beim Amtsgericht Amberg wurden 53 Durchsuchungsbeschlüsse gegen Tatverdächtige erlassen, bei denen die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass sie in den Betrug eingeweiht waren. Der Hauptteil konzentrierte sich dabei auf das Städtedreieck. Teilweise wurden aber auch Untersuchungen im gesamten Bundesgebiet durchgeführt.

Versicherungen hatten fünfstelligen Schaden

Vollzogen wurde der Durchsuchungsbeschluss am 11. und 12. Oktober durch Kräfte der KPI Amberg und des OED Amberg und Weiden. Im Rahmen der Untersuchungen kam es zur Sicherstellung von 15 PKW. Diese wurden im Anschluss auf Antrag der StA Amberg in einer neutralen Werkstatt von einem Gutachter untersucht.
Wegen der Handlungen des Werkstattinhabers und der Versicherten musste die Versicherungen einen Schaden im fünfstelligen Euro-Bereich verzeichnen. Die Ermittlungen der Kriminalinspektion sind derzeit noch nicht abgeschlossen. So müsse noch für jedes Fahrzeug ein einzelnes Gutachten erstellt werden. Wie Polizeisprecher Winterberg erklärte, könne es noch bis zum Jahreswechsel dauern, bis die Unterlagen der Kripo an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden können.

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