PKW-Versicherung: Vorkassetarif für bonitätsschwache Kunden geplant

Vorkassetarife für bonitätsschwache Kunden geplant
Vorkassetarife für bonitätsschwache Kunden geplant

Bonitätsschwache Kunden schauen bei den meisten Kfz-Versicherungen oftmals in die Röhre. Das soll sich nun aber dank eines speziellen Tarifes ändern.

Bisher erhielten alle, die durch die Bonitätsprüfung fielen, maximal die Option der Autohaftpflicht, um so wenigstens den Mindestschutz abzuschließen. Mit den so genannten Vorkassetarifen soll sich das in Zukunft aber ändern.

Vorkassetarif bringt Autofahrern Vollschutz

Denn in der Zukunft wollen einige der Autoversicherer den bonitätsschwachen Kunden automatisch das Angebot eines Vorkassetarifs unterbreiten. Damit wäre für die Menschen mit einer schwachen Bonität wieder die Möglichkeit vorhanden, einen Vollschutz zu erhalten. Dies enthält sowohl die Kfz-Haftpflicht als auch einen Vollkaskoschutz. Details zu diesen Vorkassetarifen sind bislang aber noch nicht bekannt.

Möglicher Aufschlag beim Vorkassetarif unklar

So ist beispielsweise nicht klar, ob das Bezahlen des Tarifs per Vorkasse einen Zuschlag auf die normale Prämie nach sich zieht. Bei der Admiral Direkt Versicherung ist zum Beispiel die Rede von 25 bis 35 Prozent Aufschlag, die durchaus in Ordnung seien, denn bonitätsschwache Fahrer sollen aufgrund der psychischen Belastung eine höhere Schadenhäufigkeit vorweisen.

Gespannt darf auch verfolgt werden, welche Kfz-Versicherer sich tatsächlich mit einem Vorkassetarif an die Öffentlichkeit trauen. Denn wenn ein Kunde nicht bezahlt, trägt immerhin das Versicherungsunternehmen zunächst einige Zeit das Schadensrisiko. Dies kann bis zu acht Wochen dauern, ehe die Zulassungsbehörde das entsprechende Fahrzeug stilllegt.

Anzahl der Bonitätsauskünfte enorm angestiegen

Bei den PKW-Versicherungen ist die Anzahl der Bonitätsauskünfte in den vergangenen Jahren kräftig angestiegen. In den vergangenen zehn Jahren dürfte sich die Anzahl der Auskünfte Schätzungen zufolge nahezu vervierfacht haben.

Abgelehnt werden heutzutage meist die Kunden, die bereits die Eidesstattliche Versicherung abgelegt haben. Dies sind rund 3,4 Millionen Menschen. Auch die weit über vier Millionen Menschen, die bereits ein Inkassoverfahren oder ein gerichtliches Mahnverfahren hinter sich haben, sind potenzielle Kandidaten für einen Vorkassetarif.

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