Vergleich von Öko-Test zeigt: Autofahrer können bei Versicherungswechsel bis zu 900 Euro sparen

Vergleich von Öko-Test Kfz-Versicherungswechsel
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Autofahrer haben noch bis zum 30. November Zeit, um ihre Autoversicherung zu kündigen. Wie ein aktueller Vergleich von Öko-Test zeigt, kann sich das durchaus lohnen.

In einem aktuellen Test zur Kfz-Versicherung untersuchte Öko-Test in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung NAFI GmbH 378 Tarife von 67 Versicherungen. Dabei wurden die Ergebnisse in fünf verschiedene Typen von Autofahrern sortiert. Zu den untersuchten Gruppen gehörten unter anderem Studenten, Familien und Rentner. Untersucht wurde vor allem der Preis für die Absicherung des Pkw. Gegenübergestellt wurden dabei der Grundschutz und der Topschutz, jeweils mit zusätzlicher Kaskoversicherung.

Versicherungswechsel lohnt sich

Im Rahmen der Erhebung zeigte sich in allen Fällen eine große Preisspanne. Zwischen den teuersten und den günstigsten Angeboten lagen zwischen 500 und 900 Euro. Besonders lohnenswert sind solche Einsparungen vor allem bei Familien, wo das Geld ohnehin oft knapp ist. Hier gibt es beispielsweise den günstigen Grundschutz AXA („Mobil online Extraschutz Schadenservice Basis“) für 736,08 Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Bei der Signal Iduna („Optimal“) sind es ganze 810 Euro mehr. Einen großen Einfluss haben unter anderem der Fahrzeugtyp und die Regionalklasse.

Vorsicht bei Kostenfallen

Gerade bei älteren Fahrern lauern oft versteckte Kostenfallen. So wird bei Senioren meistens ein Zuschlag fällig, weil sie mit zunehmendem Lebensalter statistisch gesehen mehr Unfälle verursachen. Im Test zahlte ein Versicherer mit einem Alter von 81 Jahren beim günstigsten Anbieter fast 200 Euro mehr jährlich als ein 66-jähriger Fahrer.

Vorsicht ist auch bei Telematik-Tarifen geboten. Hier lassen Versicherte ihre Fahrweise aufzeichnen und erhalten bei besonders umsichtigem Verkehrsverhalten Rabatte. Im Test zeigte sich, dass die Tarife trotz der Einsparpotenziale nicht unbedingt günstiger sind. Kritisiert wird hier vor allem, dass Versicherte die hohen Rabatte oft gar nicht erreichen können, weil sie auch von äußeren Faktoren wie dem Fahrtzeitpunkt und der Strecke abhängig sind. Wer beispielsweise häufig im Berufsverkehr auf der Landstraße zur Arbeit unterwegs ist, muss bei der Bewertung der Fahrtleistung Abstriche machen.