Verivox-Erhebung zeigt: Senioren müssen bei der PKW-Versicherung mehr zahlen

Obwohl die meisten Senioren viele Jahrzehnte lang unfallfrei gefahren sind, müssen sie bei der PKW-Versicherung oft mehr bezahlen. Das zeigt eine Erhebung von Verivox.

Senioren zahlen mehr
Senioren zahlen mehr

Dieser Erhebung von Verivox zufolge muss ein 77-jähriger Autofahrer rund 70 Prozent mehr bezahlen als ein 30 Jahre jüngerer Fahrer mit gleichen Angaben.

Zuschläge lassen sich oft nicht kompensieren

Wie Verivox in der aktuellen Erhebung darlegte, können Senioren ihre Zuschläge nicht mit ihrem hohen Schadenfreiheitsrabatt ausgleichen, selbst dann nicht, wenn sie während ihres ganzen Lebens unfallfrei gefahren sind. Selbst in der höchsten Schadenfreiheitsklasse zahlt ein 77-Jähriger bei gleichem Auto und gleichen Angaben noch immer rund 25 Prozent mehr als ein 47-jähriger Fahrer, der sich in Schadenfreiheitsklasse 21 befindet.

Wieso sind die Zuschläge eigentlich so teuer?

Das liegt nicht in erster Linie an den Fahrern selbst, sondern vor allem an ihren Altersgenossen. Wie bei allen anderen Altersbereichen werden die Tarife nämlich auch hier danach berechnet, wie hoch die Schäden sind, die in den einzelnen Kundengruppen auftreten. Und hier zeigt sich deutlich, dass der Anteil an Unfällen bei älteren Fahrern deutlich höher ist.

Anteil an Schäden bei älteren Fahrern höher

Laut Verivox wurden in den vergangenen 3 Jahren bei 17,1 Prozent der 76- bis 80-Jährigen Schäden reguliert. Bei den Fahrern zwischen 61 und 65 Jahren waren es hingegen nur 12,1 Prozent. Auf den Gesamtdurchschnitt bezogen beläuft sich der Anteil auf 11,3 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein älterer Fahrer einen Unfall verursacht, liegt laut Verivox also deutlich höher.

Senioren können trotzdem sparen

Trotz allem haben aber auch ältere Fahrer die Möglichkeit, Kosten zu sparen. Zunächst einmal ist hier der Schadenfreiheitsrabatt zu nennen, der mittlerweile bei 36 Jahren die günstigste Stufe erreicht und nicht wie früher bereits bei 25. Darüber hinaus gibt es bei vielen Anbietern mittlerweile auch Seniorenzuschläge, die nicht so hoch sind. Ein Vergleich lohnt sich deshalb immer. Der Schadenfreiheitsrabatt geht nämlich ganz unkompliziert auf die neue Versicherung über.

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